Monatsarchiv August 2008

Es folgen alle Einträge, die im August 2008 veröffentlicht wurden.


Erkenntnisse

31. August 2008

  1. Long Island Ice Teas sind immer noch die beste Methode, dem Gehirn einen Tritt in den Hintern zu geben
  2. Dass man in einem Verkehrsverbund keine Tickets angrenzender Verkehrsverbunde kaufen kann, saugt gewaltig
  3. Eine Serie mit Dr. House als Informatiker, statt als Mediziner, wäre eine coole Sache
  4. Brunch wurde von Essgestörten erfunden: Für Fresssüchtige ist es ein Essen zwischen Frühstück und Mittagessen, für Magersüchtige ist es Frühstück und Mittagessen in Einem
  5. Long Island Ice Teas sind immer noch die beste Methode, um den ganzen Sonntag lang nicht zu gebrauchen zu sein

Unit Tests für iPhone SDK

30. August 2008

Cocoa beinhaltet eine kleine Unit Tests Suite, die für Cocoa Touch leider (noch) fehlt, da viele Abhängigkeiten der Unit Test Suite – z.B. CoreData – im iPhone SDK nicht verfügbar sind. Glücklicherweise gibt es bei Google Code ein Projekt namens Google Toolbox for Mac, welches unter anderem auch Unit-Test-Funktionalität anbietet.

Irgendwie hat es etwas Skurriles, dass ausgerechnet Google, welche dank Android im Smartphone-Bereich eine gewisse Konkurrenz für Apple geworden sind, Funktionalität für das iPhone SDK anbieten, bevor Apple es tut.


Ungestört arbeiten

26. August 2008

Ich kann nicht einfach so ungestört arbeiten. Gerade am Computer habe ich einfach zu viele Möglichkeiten, mich abzulenken. Schon die ganze Kommunikations-Software hüpft mir im Minutentakt vor der Nase rum, um neue Mails, Nachrichten, Tweets, Feeds und ähnliches zu melden. Gerade wenn man eigentlich etwas stinklangweiliges notwendiges tun müsste, vertrödelt man so leicht eine Minute nach der anderen und verliert den roten Faden.

Genau für solche Situationen ist Scrivener eine tolle Software. Kurz beschrieben ist Scrivener ein Schreibprogramm, das den Fokus auf das Schreiben an sich und die Verwaltung des Geschriebenen legt, ohne sich für Layout zu interessieren. Im Mittelpunkt steht der „reine“ Text, losgelöst von einer konkreten Repräsentation. Neben dem eigentlichen Schreiben lassen sich mit Scrivener auch Schreibideen in Form von Karteikarten schnell notieren. Diese lassen sich mit einzelnen Textstellen oder ganzen Texten verbinden und auf einer virtuellen Pinnwand organisieren, auf der man sie verschieben und immer wieder neu anordnen kann. Fertige Texte können in viele Exportformate „kompiliert“ werden: RTF, TeX, DOC, HTML, usw.

Mein wichtigstes Feature an Scrivener ist die Möglichkeit, Text in einem Vollbildmodus schreiben zu können, bei dem der Desktop ausgeblendet und nur noch der Text angezeigt wird. 

Das erschafft sofort ein ganz anderes Arbeitsgefühl und eliminiert jede Ablenkung. Einfach genial. Hat ein bisschen was von „Back to the roots“.

Scrivener ist Shareware und kostet knapp 40$. Ich muss mir noch überlegen, ob es mir das wert ist, da mich eigentlich nur der Vollbildmodus interessiert. Eine Alternative wäre WriteRoom, welches nichts anderes ist, als TextEdit mit einem etwas weniger eleganten Vollbildmodus, als Scriveners. WriteRoom kostet 25$, was mir für ein doch sehr simples Programm zu viel wäre. Aber vielleicht könnte ich sowas wie WriteRoom ja selbst programmieren.

Perfekter Zusatz für beide Programme ist übrigens ein Paar Ohropax.


Ich brauche neues Spielzeug…

25. August 2008

Und zwar weil mein alter iPod Mini an einem Festplatteninfarkt verstorben ist. Ersatz wäre nicht schlecht Wenn ich nicht schnell Ersatz beschaffe, erwürgt sich mein Hirn vor dem drohenden Erstickungstot durch Musiklosigkeit noch selbst.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich warte auf den neuen iPod Nano, der ja Gerüchten und Erfahrungswerten zufolge in ein paar Wochen rauskommen soll, oder ich kaufe mir ein iPhone. Letzteres überlege ich mir ja eigentlich schon länger. Ich bin Gott sei Dank nicht handyaffin und habe mich in der Vergangenheit nicht groß um mein Handy gekümmert. So lange es klein, robust – ich hab in der Vergangenheit vier Handys durch angeborenes Talent in Schrott verwandelt z.B. es beim Fischen ins Meer fallen lassen – und eine schnelle Bedienung hatte.

Das schöne am iPhone ist neben dem eingebauten iPod das mobile Internet. Unterwegs Mail und Feeds lesen ist etwas, was ich oft nutzen würde. Nicht zuletzt deswegen, weil die Deutsche Bahn mein zweites Zuhause ist. Zudem ist mein aktuelles Motorola KRZR K1 die Nachgeburt des Satans. Die Bedienung ist unfassbar schlecht – die wäre einen eigenen Hassartikel wert – und dazu auch noch so verbuggt, dass es teilweise sogar eingehende Anrufe und SMS ohne jeglichen Hinweis verschluckt. Ich frage mich, wieso ich nicht schon von seinem dämlichen Namen abgeschreckt worden bin.

Leider läuft mein bestehender Mobilfunkvertrag noch bis Mitte nächsten Jahres. Ich müsste also zweitweise zwei Verträge bezahlen, was mir schon aus Prinzip überhaupt nicht schmeckt. Die langen Vertragslaufzeiten zeichnen in mir das Bild eines in der Konzernzentrale sitzenden Don Corleone, der mir ein Mobilfunkangebot macht, „das ich nicht ablehnen kann“. Und beim iPhone und T-Mobile ist das leider nicht anders. Gleich zwei Paten Geld zu geben wäre ein penetranter Juckreiz in meinem Gerechtigkeitssinn.

Außerdem wäre das iPhone vielleicht eine Nummer zu schwer, um beim Kraft- und Lauftraining nicht zu stören. Wenn der Akku durch Internet und Media leergesaugt wäre, könnte man zudem auch nicht mehr angerufen werden. Und ich müsste wohl auch einen Schutzbrief abschließen, um mein oben angesprochenes Talent nicht herauszufordern.

Diesen Überlegungen steht dann aber wieder das Gefühl gegenüber, das ich habe, wenn ich mit meinem Motorola eine SMS schreiben will. Vielleicht würde das iPhone an dieser Stelle Menschenleben retten. Denn ich fürchte, das Motorola wird bald in mir ein Shining auslösen und mich meinem nächsten Mitmenschen eine Axt zwischen die Augen rammen lassen. Zumindest kostet mich jede SMS mindestens 24 Minuten durch Stress verkürzte Lebenszeit und 2 graue Haare.

Gnah!


Was kaum jemand weiß: Inline-CSS und Content-Style-Type

23. August 2008

Wenn man externe CSS-Stylesheets einbindet oder CSS innerhalb eines style-Elementes definiert, ist die Angabe der verwendeten Stylingsprache nowendig. Im Falle von CSS ist das z.B. text/css:

<link href="mystyle.css" rel="stylesheet" type="text/css" />
<style type="text/css">
   h1 { text-align: center }
</style>

Was kaum jemand weiß: Diese Angabe ist auch für Inline-CSS nötig. Also für CSS-Angaben, die man (X)HTML-Elementen über das style-Attribut zuweist. HTML 4 und damit auch XHTML 1 definieren zwar text/css als Default, wenn keine andere Stylesprache angegeben wird, führen diese Definition aber nur als Notfall ein. Die explizite Angabe der Stylesprache ist dennoch vorgeschrieben.

Mann kann sie entweder in einem Content-Style-Type-HTTP-Header oder im head des Dokumentes mit einem meta-Element angeben:

<meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" />