Ich brauche neues Spielzeug…

25. August 2008

Und zwar weil mein alter iPod Mini an einem Festplatteninfarkt verstorben ist. Ersatz wäre nicht schlecht Wenn ich nicht schnell Ersatz beschaffe, erwürgt sich mein Hirn vor dem drohenden Erstickungstot durch Musiklosigkeit noch selbst.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich warte auf den neuen iPod Nano, der ja Gerüchten und Erfahrungswerten zufolge in ein paar Wochen rauskommen soll, oder ich kaufe mir ein iPhone. Letzteres überlege ich mir ja eigentlich schon länger. Ich bin Gott sei Dank nicht handyaffin und habe mich in der Vergangenheit nicht groß um mein Handy gekümmert. So lange es klein, robust – ich hab in der Vergangenheit vier Handys durch angeborenes Talent in Schrott verwandelt z.B. es beim Fischen ins Meer fallen lassen – und eine schnelle Bedienung hatte.

Das schöne am iPhone ist neben dem eingebauten iPod das mobile Internet. Unterwegs Mail und Feeds lesen ist etwas, was ich oft nutzen würde. Nicht zuletzt deswegen, weil die Deutsche Bahn mein zweites Zuhause ist. Zudem ist mein aktuelles Motorola KRZR K1 die Nachgeburt des Satans. Die Bedienung ist unfassbar schlecht – die wäre einen eigenen Hassartikel wert – und dazu auch noch so verbuggt, dass es teilweise sogar eingehende Anrufe und SMS ohne jeglichen Hinweis verschluckt. Ich frage mich, wieso ich nicht schon von seinem dämlichen Namen abgeschreckt worden bin.

Leider läuft mein bestehender Mobilfunkvertrag noch bis Mitte nächsten Jahres. Ich müsste also zweitweise zwei Verträge bezahlen, was mir schon aus Prinzip überhaupt nicht schmeckt. Die langen Vertragslaufzeiten zeichnen in mir das Bild eines in der Konzernzentrale sitzenden Don Corleone, der mir ein Mobilfunkangebot macht, „das ich nicht ablehnen kann“. Und beim iPhone und T-Mobile ist das leider nicht anders. Gleich zwei Paten Geld zu geben wäre ein penetranter Juckreiz in meinem Gerechtigkeitssinn.

Außerdem wäre das iPhone vielleicht eine Nummer zu schwer, um beim Kraft- und Lauftraining nicht zu stören. Wenn der Akku durch Internet und Media leergesaugt wäre, könnte man zudem auch nicht mehr angerufen werden. Und ich müsste wohl auch einen Schutzbrief abschließen, um mein oben angesprochenes Talent nicht herauszufordern.

Diesen Überlegungen steht dann aber wieder das Gefühl gegenüber, das ich habe, wenn ich mit meinem Motorola eine SMS schreiben will. Vielleicht würde das iPhone an dieser Stelle Menschenleben retten. Denn ich fürchte, das Motorola wird bald in mir ein Shining auslösen und mich meinem nächsten Mitmenschen eine Axt zwischen die Augen rammen lassen. Zumindest kostet mich jede SMS mindestens 24 Minuten durch Stress verkürzte Lebenszeit und 2 graue Haare.

Gnah!

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