Wir sind ein kleines blaues Staubkorn

26. Januar 2009

Ein Video von Carl Sagan bei 81679.net hat mich an ein weiteres großartiges Video von ihm erinnert:

Wundervolle Rede über die Arroganz des Menschen, das Universum mit der Vorstellung herabzuwürdigen, ein Gott habe das alles für und wegen uns erschaffen.

6 Kommentare zu diesem Eintrag

  1. Josh am 27. Januar 2009 um 16:57

    Dieser Mann war unglaublich.
    Ich kann nie genug von seinen Filmen und Texten bekommen.

    Nur leider, interessiern sich die, die es mehr als jeder andere nötig hätten dies zu sehen und zu hören, einen Scheiß dafür …

  2. edi am 27. Januar 2009 um 20:58

    Noch schlimmer ist die Aroganz des Menschen zu behaupten das INTELLIGENTESTE Lebewesen zu sein. Sowie seine Naivheit zu GLAUBEN (damit will ich Aussagen das selbst Atheismus eine Religion ist, denn beweisen das es KEINEN Gott gibt können die auch nicht) das alles ein Produkt des Zufalls ist Das ist lächerlich wie unwahrscheinlich!

  3. Toni am 27. Januar 2009 um 21:03

    Autor

    Hm. Komisch, kenne niemanden, der behauptet, er halte sich für das intelligenteste Lebewesen (kenne nur welche, die sich für „die Krone der Schöpfung“ halten). Kenne auch keinen, der daran glaubt, das Universum wäre das Produkt des Zufalls. (Zumindest keinen Wissenschaftler).

    ;-)

    Im Ernst, Edi, in der Wissenschaft wird nicht angenommen, dass Universum sei aus Zufall entstanden. Man akzeptiert seine aktuelle Unwissenheit dort, wo man einfach noch nicht viel weiß. Dazu gehört auch die Frage, warum das Universum entstand. Die Urknalltheorie z.B. beschreibt nur die Zustände unmittelbar nach der Entstehung, aber nicht den Zeitpunkt der Entstehung. Ebenso beschreibt Darwins Evolutionstheorie keinen zufälligen Prozess, sondern den algorithmischen Vorgang der natürlichen Selektion.

    Religionen hingegen behaupten eine felsenfeste Antwort zu haben, ohne Fakten liefern zu können. Das ist arrogant. Man muss Behauptungen belegen, und sie nicht durch Unbeweisbarkeit verteidigen. Dann absolut alles ist erkenntnistheoretisch nicht 100% zu beweisen.

  4. edi am 29. Januar 2009 um 11:15

    Ich finde es komisch. Den die (christliche)Religion hat keine Probleme mit der Naturwissenschaft. Ganz im Gegenteil. Die Ergänzen sich sogar super. Jedoch versuchen einige Wissenschaftler (so habe manchmal ich das Gefühl) Gott zwanghaft überall auszuschließen. (Was mir wieder beweist das sie an einen Gott glauben, denn wenn du an etwas NICHT glaubst, dann versuchst du es auch nicht auszuschließen. Dann ist es schon ausgeschlossen)

    Mit meiner Aussage das der Mensch das intelligentesten Wesen sei, wollte ich damit ausdrücken das, Menschen oder Wissenschaftler nicht daran glauben wollen das es etwas gibt, was ÜBER denen steht. Eine höhere Macht.

    Versteh mich nicht falsch Toni, ich bin nicht jemand der die WIssenschaft als den “Teufel” bezeichnet (ich kenne einige Christen die das leider Gottes aber tun).

    Wie Albert Einstein sagte:

    Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft aber ist blind.
    Albert Einstein (1879-1955)

  5. Toni am 29. Januar 2009 um 11:43

    Autor

    Theologen wiederholen dieses Mantra immer wieder, ohne es wirklich zu begründen. Religion und Wissenschaft sind nicht vereinbar, sondern sind grundverschieden. Glaube ohne Beweis ist das Gegenteil eines kritischen naturwissenschaftlichen Skeptizismus. Wenn Religionen sagen, sie seien mit den Naturwissenschaften vereinbar, ist es eigentlich nur ein Eingeständnis, dass Gott aus den Naturwissenschaften verdrängt worden ist.

    Theologen sagen hier gerne, Gott würde sich der Logik und der naturwissenschaftlichen Methodik entziehen und wäre damit so mit ihr vereinbar, weil Religion und Wissenschaft verschiedene Bereiche der Erkenntnis abdecken würden. Das ist aber nur Rhetorik. Hier gibt es eine gute Zusammenfassung dieser Argumente.

    Ich finde das Argument gefährlich, weil es den Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse nur verfälschen kann. Habe hier und hier z.B. was zur Haltung der Evangelischen Kirche zur Evolution geschrieben. Sie ignorieren schlicht und ergreifend die Konsequenzen biologischer Erkenntnisse.

    Einstein war übrigens kein Gottesgläubiger, sondern Pantheist. Für ihn war die Natur, die frei von Übernatürlichem ist, „göttlich“. Zu einem persönlichen Gott schreib er:

    Dein Ressentiment gegen den persönlichen Gott, von dessen Nicht-Existenz du ja wie auch ich überzeugt bist, hat mich inigermassen erstaunt. Diese Haltung trifft man meistens bei Personen, die sich nicht ohne Kampf von diesem Prunkstück altväterlicher Erziehung in jungen Jahren freigemacht haben.

    Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das Produkt menschlicher Schwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer, aber dennoch primitiver Legenden, welche doch ganz schön kindisch sind. Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das (für mich) ändern.

    Für mich ist die jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des kindischsten Aberglaubens. Und das jüdische Volk, dem ich gerne angehöre und dessen Mentalität ich mit einer großen Verbundenheit gegenüberstehe, hat für mich keine andere Qualität als alle anderen Völker. So weit meine Erfahrung reicht, sind sie nicht besser als andere Gruppen von Menschen, obwohl sie von den schlimmsten Krankheiten durch einen Mangel an Macht beschützt werden. Davon abgesehen kann ich nichts ‚Außerwähltes‘ an ihnen erkennen.

    Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.

    “Wissenschaft ohne Religion ist lahm und Religion ohne Wissenschaft blind.” Unter Religion verstand er aber nicht eine kirchliche Religiosität mit einer einengenden, gar bestrafenden Instanz, sondern die persönlichen Erfahrungen des Staunens ob dem (noch) nicht Verstehbaren: “Religion sollte nichts mit Angst vor dem Leben oder Angst vor dem Tode zu tun haben, sondern sollte vielmehr ein Streben nach rationaler Erkenntnis sein.”

  6. Pingback <Einstein und Gott - *rolleyes*> vom 29. Januar 2009 um 12:00

    [...] Diskussionen um das Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion, kommt zwingend irgendwann die Eintein-Karte. [...]

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