Werner Heisenberg: Der Teil und das Ganze

18. Februar 2009

Der Teil und das GanzeWerner Heisenberg (1901-1976) war Deutscher Physiker. Einer der bedeutendsten Physiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Quantenphysik das physikalische Weltbild auf den Kopf stellte. Er selbst begründete mit vielen Kollegen die Quantenmechanik. Seine bekannteste Aussage ist die Heisenbergsche Unschärferelation, nach der die gleichzeitige Bestimmung von Position und Geschwindigkeit eines Quantenteilchens prinzipiell unmöglich ist.

Zuerst wollte er Mathematik studieren, aber nachdem er beim Vorstellungsgespräch an der Universität angab, bislang ein Buch über die Mathematik der Relativitätstheorie studiert zu haben, wurde er mit der Feststellung „Dann sind sie für die Mathematik sowieso schon verdorben!“ fortgeschickt und entschloss sich zu einem Physikstudium.

Über diese Erlebnisse in dieser ereignisreichen Zeit, über Gespräche mit anderen Naturwissenschaftlern über Ethik, Philosophie und Weltbildern vor dem Hintergrund der modernen Physik erzählt er in seinem spannenden Buch „Der Teil und das Ganze – Gespräche im Umkreis der Atomphysik“ Auch über seine Teilnahme an den Uranforschungsprogrammen der Nazis schweigt er nicht und gibt einen hautnahen Einblick in das politische Bild dieser Zeit und den Schwierigkeiten des freien Forschens um des Wissens willen.

Am interessantesten finde ich jedoch die Gespräche über die Auswirkungen wissenschaftlicher Erkenntnisse auf das Weltbild und wie die Forscher selbst ganz persönlich über die Mysterien dachten, die sie Stück für Stück enthüllten.

Gott würfelt nicht, das war für Einstein ein Grundsatz, der unerschütterlich feststand, an dem er nicht rütteln lassen wollte. Bohr konnte darauf nur antworten: Aber es kann doch nicht unsere Aufgabe sein, Gott vorzuschreiben, wie Er die Welt regieren soll.

Ein Satz, wie geschrieben für Kreationisten. (Auch wenn er Einsteins Gottesbegriff etwas verdreht.)

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