Atheistische Buskampagne in Deutschland: Website online

9. März 2009

Dank vieler freiwilliger Bemühungen, steht jetzt auch für eine Deutsche Atheitische Buskampagne eine Website online.

Buskampagne.de will die britische Atheist Bus Campaign nach Deutschland bringen. Auch hierzulande haben säkulare Menschen mittlerweile genug davon, ständig „übersehen“ oder missachtet zu werden. Als Anfang sollen in drei Städten (Berlin, Köln und München) Busse beschriftet werden, die öffentlich bekunden, dass eine nicht-religiöse, aufgeklärte Weltsicht eine positive Möglichkeit darstellt. Nicht-Religiöse, Agnostiker und Atheisten sollen wahrnehmen können, dass sie nicht alleine sind. Sie sollen mutiger werden, sich gegen religiösen Hochmut zur Wehr zu setzen und sich in die öffentlichen Debatten einzumischen. Das Leben ohne einen Gott kann eine Bereicherung sein: angstfrei, selbstbestimmt, bewusst, tolerant und frei von Diskriminierungen.

Jetzt geht es darum, über die Vorschläge für einen Slogan abzustimmen und Spenden zu sammeln. Im Brightsblog findet sich zudem ein Interview mit dem Pressesprecher der Kampagne. Es geht also endlich los! Alle Interessierten sollten die Seite verlinken.

Leider gibt es auch schon den ersten kleinen Zank um die Auswahl der Slogans. Ich kann den Ärger von sapere aude nachvollziehen. Es fehlte im Vorfeld ein wenig an Führung und Organisation. Die im etwas chaotischen Thread im Brightsblogs gestellten Vorschläge wurden daraufhin auf eigene Faust zum Votum gestellt; deren Sieger bei der Auswahl der Slogans für die offizielle Kampagne nicht berücksichtigt. Ich finde es gut, dass die Kampagne geschlossen und damit einheitlich geplant und organisiert wird; also auch ein klares Gesicht hat. Das hätte man aber von Anfang an deutlicher kommunizieren können, um den freiwilligen Diskutanten den Eindruck zu nehmen, die Kampagne sei vollständig demokratisch organisiert.

Aber damit soll es auch gut sein; das gemeinsame Ziel ist schließlich nach wie vor gegeben. Und die vorhandenen Slogans sind auch nicht schlecht.

8 Kommentare zu diesem Eintrag

  1. sapere aude am 9. März 2009 um 16:24

    Und die vorhandenen Slogans sind auch nicht schlecht.

    Aber eben auch nicht gut ;)

  2. Toni am 9. März 2009 um 16:27

    Autor

    Du glaubst nicht an Gott? du bist nicht allein! fand ich auch gut. Gottlos Glücklich finde ich aber nicht viel schlechter. Die anderen beiden finde ich nur mittelmäßig. Aber ich vermute, dass der erstere sowieso gewinnen wird.

  3. Sebastian am 9. März 2009 um 18:16

    Ich würde all diese Slogans sofort unterschreiben, sobald der in rosa gehaltene Teil weggelassen würde. Man könnte ihn auch weglassen, diese Dinge haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun.

  4. Toni am 11. März 2009 um 20:21

    Autor

    Die Subslogans sind mir bis auf „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ auch etwas zu ernst. Slogan B hätte man auch komplett weglassen sollen; der ist einfach zu verstaubt-intellektuell. Damit wird kaum jemand was anfangen können. Da hätte man besser auf den Favoriten-Slogan aus der Forendiskussion zurückgreifen sollen.

  5. Martin am 14. März 2009 um 22:12

    “The winner is: Kampagnenvorschlag C”

    „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. …“

    Quelle: http://www.buskampagne.de/

    Kampagnen die die Glaubensfreiheit betonen, dazu zählen auch atheistische und agnostische Glaubenseinstellungen, finde ich gut. Zentristische, eigene Position einnehmende Kampagnen, sind im Vergleich dazu eindimensionaler und mehr Werbung für die eigene Sache.

    Bei dieser Kampagne sehe ich vor allem die Atheisten zu Wort kommen.

    Mir persönlich würde eine Kampagne in den Sinn kommen, die noch mehr mit den Glaubens- und Lebenshaltungen spielt und dabei die Akzeptanz säkularer Lebens- und religöser Glaubenshaltungen betont.

    Vielleicht nicht der Beste, aber spontan fällt mir dazu ein Slogan ein wie:

    Gott ja, Gott nein, so mag es sein: Respektiere Ja und Nein!

  6. Toni am 15. März 2009 um 21:00

    Autor

    Wozu solche Kampagnen, wenn die eine Seite doch schon so respektiert wird, dass sie staatliche Privilegien genießt? ;-)

  7. Trackback <Schrittmacher> vom 17. März 2009 um 11:32

    die Atheisten legen los…

    [...] unter anderem auch in Deutschland. Die Atheisten möchten auch in Deutschland Busse plakatieren und den Menschen die Augen öffnen: Diese sollen sich des Lebens freuen – Basta! [...]…

  8. LG88 am 18. Januar 2010 um 14:50

    Wie wäre es mit einer Übersetzung aus den englichen:

    Es gibt keinen Gott, jetzt mach dir keine Sogen und geniss dein Leben

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