Expose wurde in Snow Leopard endlich sinnvoll überarbeitet. Die Fenster tragen nun immer Titel und sind dadurch deutlich leichter zu erkennen. Zudem ordnen Expose die Fenster nun immer in einem Gitter-Raster an und vermeidet so Worst-Case-Situationen wie das Anordnen aller Fenster in einer einzigen Linie winziger Miniaturen.
Eine etwas versteckte, aber sehr nützliche weitere Neuerung ist der Umgang von Exposé mit minimierten Fenster. Diese können optional (Systemeinstellungen -> Dock) nun in das Symbol der entsprechenden Applikation, anstatt in die rechte Seite des Docks minimiert werden; das spart eine Menge Platz.
Aktiviert man Exposé, während man Fenster ins Dock minimiert hat, zeigt Exposé diese Fenster nun in einem gesonderten Bereich an.
Sehr nützlich, um bei vielen Fenster eine aufgeräumtere Arbeitsfläche zu haben. Der gelbe Button bekommt zum ersten Mal einen Sinn.
Ist Nordkorea ein säkularer Staat? Ein Ausschnitt aus der Wikipedia:
In Nordkorea stehen die Diktatoren Kim Il Sung (der verstorbene „große Führer“) sowie Kim Jong-il (dessen Sohn, der sog. „liebe Führer“) im Mittelpunkt eines öffentlich inszenierten Personenkultes. Ihre Porträts sind allgegenwärtig in den Straßen, in den Schulen, in den öffentlichen Gebäuden sowie in allen privaten Häusern. Die ideologischen Aussagen und die Schriften, die von den zwei Führern produziert werden, sind die Hauptgrundlage der Ausbildung für Kinder sowie Erwachsene.
Die Geschichte von der Herkunft der Kims wird mythologisch verklärt. In den Schulen wird den Kindern beigebracht, dass die Führer vom Himmel gekommen seien. Auf dem Gipfel des Paektu-san-Berges seien sie dann in Menschen umgewandelt worden.
Zu öffentlichen Anlässen werden Lieder gesungen, die die Führer als Retter des Landes sowie jedes einzelnen Bürgers darstellen und sie auf diese Weise auf das Niveau von Gottheiten heben.
Dieser alles-durchdringende Personenkult, zusammen mit der Lehre von Chuch’e (Autarkie), hat die Religionen, die vor dem Aufstieg des Kommunismus blühten, nach und nach verdrängt. Nach Ansicht von Beobachtern von Menschenrechtsorganisationen sowie von ausländischen Regierungen verursachte dieser Regimewechsel ein Ende der freien Religionsausübung, da die Regierung nur solche religiöse Gruppen unterstützte, die eine Illusion der religiösen Freiheit aufbauten.
Es ist unwahrscheinlich, dass durch die Abschaffung einer Verfassungsklausel, die ausdrücklich religiöse Tätigkeiten verbot und die Ablehnung aller Religionen bekräftigte, im Jahr 1992 eine tatsächliche Änderung in dieser Situation eingetreten ist. Die Menschenrechtssituation in Nordkorea gilt nach wie vor als außerordentlich schlecht.
William Lane Craig ist ein christlicher Apologet und dafür bekannt, den kosmologischen Gottesbeweis wiederbelebt zu haben. Ich respektiere ihn, weil er sich ausdrücklich auf die Ebene der Logik begibt und seine Aussagen damit der Kontroverse zugänglich macht. Seine Aussagen sind meist wohlformuliert und verlangen eine ernsthafte Auseinandersetzung.
Sein kosmologischer Gottesbeweis ist dennoch höchst problematisch. Vielleicht mache ich dazu eine kleine Serie von Beiträgen. Ich habe erstmal ein YouTube-Video erstellt, in dem ich auf seine Antwort auf Richard Dawkins’ Frage nach dem “Designer des intelligenten Designers” eingehe.
Warum sich Leute ausgerechnet für Glück im Unglück bei Gott bedanken, ist mir seit jeher ein großes Rätsel.
Felipe Massa zum Beispiel: Er bekam beim letzten Formel-1-Rennen aufgrund enormen Pechs bei über 200 Stundenkilometern eine schwere Stahlfeder gegen den Helm, die das Auto vor ihm wenige Sekunden vorher verloren hatte. Das Timing, auf die Sekunde genau an der „richtigen“ Stelle zu fahren, um von der herumspringenden Feder genau am Kopf getroffen zu werden, war äußerst unglücklich. Wenn die Parameter des Unfalls nur geringfügig anders gewesen wären: Massa hätte die Feder verfehlen können. Die Feder hätte bereits am Boden liegen können, so dass Massa sie nur unters oder gegen das Auto bekommen hätte. Die Feder wäre an seinem Auto vorbeigeflogen oder hätte ihn zumindest nicht am Kopf erwischt.
Massa bedankte sich bei Gott, dass ihn die Feder zumindest nur so getroffen hat, dass er ohne relevante Spätfolgen überlebt hat. Warum bedankt er sich, statt sich darüber zu ärgern, dass ihn die Feder überhaupt betroffen hat? Immerhin war der Unfall sehr unglücklich. Und da Christen nicht an Zufälle glauben, müsste Gott in der Theorie vollste Kontrolle über alle Parameter des Unfalls gehabt haben. Er hätte ihn richtig verhindert haben können, statt ihn nur halbherzig zu vermildern. Wenn er denn wirklich Einfluss hatte, was Massa anscheinend glaubt.
Gleiches beobachtet man ständig. 99 von 100 Dorfbewohnern sterben bei einem Erdbeben, während nur einer unter den Trümmern lebend geborgen wird. Statt das als normale statistische Tatsache zu werten, ist man der Meinung, Gott habe den Menschen geschützt. Da stellt sich die Frage, warum er ausgerechnet nur ihn und nicht die anderen geschützt hat. Entweder nimmt er Einfluss auf solche Katastrophen und hätte es somit gekonnt, oder er nimmt keinen Einfluss, verdient dann aber auch keinen Applaus für Glück im Unglück.
Wir erinnern uns, dass der BVG die atheistische Buskampagne mit der Begründung abgelehnt hat, man wolle in Zukunft in weltanschaulichen Fragen neutral bleiben. Dass man dennoch für einen „Tag der Kirchen“ wirbt – über den ich spontan keine weiteren Informationen gefunden habe – soll mir da egal sein, da ich den Unterschied zwischen Veranstaltung und prinzipieller Werbung unter Umständen gelten lasse; auch wenn es einen säuerlichen Nachgeschmack hintelässt.
Dieses (anscheinend aktuelle) Plakat, geht dann aber doch zu weit:
Das Plakat stammt vom Christlichen Plakatdienst, dessen Aussage ziemlich klar ist: Akzeptiere Jesus als deinen Erlöser, oder sei auf ewig verdammt, du Sünder! Die bekannte christliche Kernaussage, basierend auf Moral- und Weltvorstellungen aus der Bronzezeit. Für diesen höchst subjektiven und Angst schürenden Unsinn hat der BVG anscheinend eine Wand in seinen Wartehallen – davon ausgehend, dass das Bild eine Wand im Besitz des BVG zeigt – frei.
Man darf schlussfolgern: Der BVG will nicht in erster Linie neutral sein, sondern einfach nur keinen Ärger haben. Ob damit Ärger mit erzürnten Christen oder Ärger mit dem allmächtigen, ewigen Grillmeister sei dahingestellt.