Apple & Macintosh
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Mir fehlt seit ich Mac OS X benutze ein moderner Usenet Client. Scheinbar gibt es leider nicht viel Interesse an einem Programm, mit dem sich der eigentliche Zweck des Usenet – das Diskutieren – verfolgen lässt; der Einäugige unter den Blinden heißt nämlich Unison und ist auf das Suchen und Laden von Binarys hin optimiert, statt auf das Lesen und Schreiben von Posts.
Die restlichen Programme sind leider alle uralt und haben ihre Wurzeln noch in der Mac OS Classic Ära. MacSoup z.B. ist ein bekannter Vertreter.
Ein vielversprechendes Projekt ist NemoX. Leider krankt das Programm seit zwei Jahren an Instabilität, ist nach mehreren Anläufen der Reimplementation im Moment zu sehr alpha, um benutzt werden zu können und für meinen Geschmack auch noch etwas unübersichtlich. Der Autor verspricht eine stabile Endversion in der ersten Hälfte 2009.
Das Usenet hat im letzten Jahrzehnt stetig User an die Webforen verloren, bzw. nicht vom Zuwachs der allgemeinen Internet-User profitieren können. In de.* sind viele Newsgroups nur noch staubfänger, während es zahlreiche Webforen zum gleichen Thema gibt. Schade, denn Diskutieren über eine eigene Software ist weitaus bequemer, als über eine Website.
Ich habe mich entschieden und mir doch ein iPhone geholt. Über dieses schreibe ich gerade auch diesen Post. Mal sehen, ob die Wordpress App was taugt.
Endlich wieder unterwegs Musik.

Cocoa beinhaltet eine kleine Unit Tests Suite, die für Cocoa Touch leider (noch) fehlt, da viele Abhängigkeiten der Unit Test Suite – z.B. CoreData – im iPhone SDK nicht verfügbar sind. Glücklicherweise gibt es bei Google Code ein Projekt namens Google Toolbox for Mac, welches unter anderem auch Unit-Test-Funktionalität anbietet.
Irgendwie hat es etwas Skurriles, dass ausgerechnet Google, welche dank Android im Smartphone-Bereich eine gewisse Konkurrenz für Apple geworden sind, Funktionalität für das iPhone SDK anbieten, bevor Apple es tut.
Ich kann nicht einfach so ungestört arbeiten. Gerade am Computer habe ich einfach zu viele Möglichkeiten, mich abzulenken. Schon die ganze Kommunikations-Software hüpft mir im Minutentakt vor der Nase rum, um neue Mails, Nachrichten, Tweets, Feeds und ähnliches zu melden. Gerade wenn man eigentlich etwas stinklangweiliges notwendiges tun müsste, vertrödelt man so leicht eine Minute nach der anderen und verliert den roten Faden.
Genau für solche Situationen ist Scrivener eine tolle Software. Kurz beschrieben ist Scrivener ein Schreibprogramm, das den Fokus auf das Schreiben an sich und die Verwaltung des Geschriebenen legt, ohne sich für Layout zu interessieren. Im Mittelpunkt steht der „reine“ Text, losgelöst von einer konkreten Repräsentation. Neben dem eigentlichen Schreiben lassen sich mit Scrivener auch Schreibideen in Form von Karteikarten schnell notieren. Diese lassen sich mit einzelnen Textstellen oder ganzen Texten verbinden und auf einer virtuellen Pinnwand organisieren, auf der man sie verschieben und immer wieder neu anordnen kann. Fertige Texte können in viele Exportformate „kompiliert“ werden: RTF, TeX, DOC, HTML, usw.

Mein wichtigstes Feature an Scrivener ist die Möglichkeit, Text in einem Vollbildmodus schreiben zu können, bei dem der Desktop ausgeblendet und nur noch der Text angezeigt wird.

Das erschafft sofort ein ganz anderes Arbeitsgefühl und eliminiert jede Ablenkung. Einfach genial. Hat ein bisschen was von „Back to the roots“.
Scrivener ist Shareware und kostet knapp 40$. Ich muss mir noch überlegen, ob es mir das wert ist, da mich eigentlich nur der Vollbildmodus interessiert. Eine Alternative wäre WriteRoom, welches nichts anderes ist, als TextEdit mit einem etwas weniger eleganten Vollbildmodus, als Scriveners. WriteRoom kostet 25$, was mir für ein doch sehr simples Programm zu viel wäre. Aber vielleicht könnte ich sowas wie WriteRoom ja selbst programmieren.
Perfekter Zusatz für beide Programme ist übrigens ein Paar Ohropax.