Das Argument der Ungläubigkeit ist ein eher selten gehörtes Argument gegen den christlichen Gott. Dabei ist es eines meiner Favoriten, weil ich bislang keine wirklich guten Antworten darauf gefunden habe. Sein Kern lautet: Die Existenz von Ungläubigen ist ein Indiz gegen die Existenz Gottes. Das Argument lautet wie folgt:
Menschen müssen durch Gott gerettet werden, um ewiges Leben zu erlangen. Werden sie nicht gerettet, droht ihnen ewige Verdammnis. (Johannes 3:16)
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. (Johannes 3:16)
Aus 1-3 folgt: Gott tut sein Möglichstes, damit möglichst viele Menschen an ihn glauben.
Gott ist allmächtig und könnte sich allen Menschen zu erkennen geben.
Es existieren mehr Ungläubige auf der Welt (in Bezug auf den christlichen Gott), als Gläubige.
Aus 5 und 6 folgt: Gott tut nicht sein Möglichstes, damit möglichst viele Menschen an ihn glauben.
Aus 4 und 7 folgt: Das Konzept des christlichen Gottes ist logisch widersprüchlich. Der Christliche Gott existiert nicht.
Ein Einwand gegen dieses Argument könnte mit dem freien Willen argumentieren: Würde Gott sich allen Menschen unmissverständlich zu erkennen geben, sodass jeder an seine Existenz glaubt, wäre das ein Bruch des freien Willens. Die Menschen hätten nicht mehr den freien Willen, sich für den Glauben an Gott frei zu entscheiden. Aber das ist Unsinn: Denn Informationen negieren nicht den freien Willen. Man kann sich auch gegen Gott entscheiden, obwohl man sich 100% sicher ist, dass es ihn gibt; z.B. weil man nicht mit seinem Charakter einverstanden ist, oder seine Moral ablehnt. Bestes Beispiel: Satan.
Ein weiterer Einwand könnte sein, dass aus dem Wollen nicht unmittelbar das Tun folgen muss. Allerdings folgt für einen allmächtigen Akteur das Tun direkt aus dem Wollen, weil er keiner Einschränkung unterliegt, außer einer Einschränkung, die er sich selbst auferlegt. Aber eine solche Einschränkung kann ich im Konzept des christlichen Gott nicht erkennen.
Um das Argument zu bekämpfen, müsste man seine Prämissen in Frage stellen. Manche Apologeten würden sogar vielleicht Prämisse 6 angreifen; sie behaupten, es gäbe keine Ungläubigen. Jeder ahne, dass es Gott gäbe, würde sich aber willentlich dagegen verschließen, um sündigen zu können. Das halte ich aber für eine absurde und unhaltbare Entgegnung.
Aber vielleicht fällt ja einem Leser ein gutes Gegenargument ein.
Expose wurde in Snow Leopard endlich sinnvoll überarbeitet. Die Fenster tragen nun immer Titel und sind dadurch deutlich leichter zu erkennen. Zudem ordnen Expose die Fenster nun immer in einem Gitter-Raster an und vermeidet so Worst-Case-Situationen wie das Anordnen aller Fenster in einer einzigen Linie winziger Miniaturen.
Eine etwas versteckte, aber sehr nützliche weitere Neuerung ist der Umgang von Exposé mit minimierten Fenster. Diese können optional (Systemeinstellungen -> Dock) nun in das Symbol der entsprechenden Applikation, anstatt in die rechte Seite des Docks minimiert werden; das spart eine Menge Platz.
Aktiviert man Exposé, während man Fenster ins Dock minimiert hat, zeigt Exposé diese Fenster nun in einem gesonderten Bereich an.
Sehr nützlich, um bei vielen Fenster eine aufgeräumtere Arbeitsfläche zu haben. Der gelbe Button bekommt zum ersten Mal einen Sinn.
Ist Nordkorea ein säkularer Staat? Ein Ausschnitt aus der Wikipedia:
In Nordkorea stehen die Diktatoren Kim Il Sung (der verstorbene „große Führer“) sowie Kim Jong-il (dessen Sohn, der sog. „liebe Führer“) im Mittelpunkt eines öffentlich inszenierten Personenkultes. Ihre Porträts sind allgegenwärtig in den Straßen, in den Schulen, in den öffentlichen Gebäuden sowie in allen privaten Häusern. Die ideologischen Aussagen und die Schriften, die von den zwei Führern produziert werden, sind die Hauptgrundlage der Ausbildung für Kinder sowie Erwachsene.
Die Geschichte von der Herkunft der Kims wird mythologisch verklärt. In den Schulen wird den Kindern beigebracht, dass die Führer vom Himmel gekommen seien. Auf dem Gipfel des Paektu-san-Berges seien sie dann in Menschen umgewandelt worden.
Zu öffentlichen Anlässen werden Lieder gesungen, die die Führer als Retter des Landes sowie jedes einzelnen Bürgers darstellen und sie auf diese Weise auf das Niveau von Gottheiten heben.
Dieser alles-durchdringende Personenkult, zusammen mit der Lehre von Chuch’e (Autarkie), hat die Religionen, die vor dem Aufstieg des Kommunismus blühten, nach und nach verdrängt. Nach Ansicht von Beobachtern von Menschenrechtsorganisationen sowie von ausländischen Regierungen verursachte dieser Regimewechsel ein Ende der freien Religionsausübung, da die Regierung nur solche religiöse Gruppen unterstützte, die eine Illusion der religiösen Freiheit aufbauten.
Es ist unwahrscheinlich, dass durch die Abschaffung einer Verfassungsklausel, die ausdrücklich religiöse Tätigkeiten verbot und die Ablehnung aller Religionen bekräftigte, im Jahr 1992 eine tatsächliche Änderung in dieser Situation eingetreten ist. Die Menschenrechtssituation in Nordkorea gilt nach wie vor als außerordentlich schlecht.
William Lane Craig ist ein christlicher Apologet und dafür bekannt, den kosmologischen Gottesbeweis wiederbelebt zu haben. Ich respektiere ihn, weil er sich ausdrücklich auf die Ebene der Logik begibt und seine Aussagen damit der Kontroverse zugänglich macht. Seine Aussagen sind meist wohlformuliert und verlangen eine ernsthafte Auseinandersetzung.
Sein kosmologischer Gottesbeweis ist dennoch höchst problematisch. Vielleicht mache ich dazu eine kleine Serie von Beiträgen. Ich habe erstmal ein YouTube-Video erstellt, in dem ich auf seine Antwort auf Richard Dawkins’ Frage nach dem “Designer des intelligenten Designers” eingehe.