Buch
Es folgen alle Einträge mit dem Schlagwort Buch.
Du kannst den RSS-Feed dieses Schlagwortes abonnieren.
Ich habe mir gerade The Atheist’s Way von Eric Maisel bestellt. Im Gegensatz zu den meisten Büchern über Atheismus wurde es nicht in erster Linie geschrieben, um Kritik an Religion zu üben, sondern um die Implikationen des Atheismus für das persönliche Leben zu schildern.
Das Buch will zeigen, dass typische Atheisten keine Misanthropen oder Moralanarchisten sind. Es ist natürlich keine „Bibel des Atheismus“, denn so etwas wäre absurd. Natürlich schweben Atheisten aber auch nicht im Vakuum der Sinnlosigkeit. Und viele teilen ähnliche säkulare ethische Prinzipien und Weltansichten. Bücher, die den Atheismus von dieser positiven und freundlichen Seite angehen, sind als Gegenpol zu den vielen Kampfschriften sehr sinnvoll. Nicht nur für halbgläubige Zweifler, sondern auch um Gläubigen ein freundlicheres und ethischeres Image von Ungläubigen zu vermitteln.
Ich bin gespannt. Erste Rezensionen in amerikanischen Blogs waren ganz positiv. Das erste Kapitel kann man übrigens auf Eric Maisels Website probelesen.
Living the atheist’s way is more than living without gods, religions, and supernatural enthusiasms—it is much more. It is a way of life that integrates the secular, humanist, scientific, freethinking, skeptical, rationalist, and existential traditions into a complete worldview and rallies that worldview around the banner of atheism, choosing that precise word as its rallying point. It chooses “atheism” as its rallying point to make clear that our best chance of survival is for members of our species to grow into a mature view of self-interest, one where human beings can discuss their conflicting interests without one side betraying the other by playing the god card. That will be a great day, when conflicts can be aired without the god card being played.
Werner Heisenberg (1901-1976) war Deutscher Physiker. Einer der bedeutendsten Physiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Quantenphysik das physikalische Weltbild auf den Kopf stellte. Er selbst begründete mit vielen Kollegen die Quantenmechanik. Seine bekannteste Aussage ist die Heisenbergsche Unschärferelation, nach der die gleichzeitige Bestimmung von Position und Geschwindigkeit eines Quantenteilchens prinzipiell unmöglich ist.
Zuerst wollte er Mathematik studieren, aber nachdem er beim Vorstellungsgespräch an der Universität angab, bislang ein Buch über die Mathematik der Relativitätstheorie studiert zu haben, wurde er mit der Feststellung „Dann sind sie für die Mathematik sowieso schon verdorben!“ fortgeschickt und entschloss sich zu einem Physikstudium.
Über diese Erlebnisse in dieser ereignisreichen Zeit, über Gespräche mit anderen Naturwissenschaftlern über Ethik, Philosophie und Weltbildern vor dem Hintergrund der modernen Physik erzählt er in seinem spannenden Buch „Der Teil und das Ganze – Gespräche im Umkreis der Atomphysik“ Auch über seine Teilnahme an den Uranforschungsprogrammen der Nazis schweigt er nicht und gibt einen hautnahen Einblick in das politische Bild dieser Zeit und den Schwierigkeiten des freien Forschens um des Wissens willen.
Am interessantesten finde ich jedoch die Gespräche über die Auswirkungen wissenschaftlicher Erkenntnisse auf das Weltbild und wie die Forscher selbst ganz persönlich über die Mysterien dachten, die sie Stück für Stück enthüllten.
Gott würfelt nicht, das war für Einstein ein Grundsatz, der unerschütterlich feststand, an dem er nicht rütteln lassen wollte. Bohr konnte darauf nur antworten: Aber es kann doch nicht unsere Aufgabe sein, Gott vorzuschreiben, wie Er die Welt regieren soll.
Ein Satz, wie geschrieben für Kreationisten. (Auch wenn er Einsteins Gottesbegriff etwas verdreht.)