<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>*rolleyes* &#187; Ethik</title>
	<atom:link href="http://www.rolleyes.de/blog/tag/ethik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rolleyes.de/blog</link>
	<description>I just can't believe it…</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 May 2010 17:50:20 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Gottes Sitz im Deutschen Ethikrat</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/11/gottes-sitz-im-deutschen-ethikrat/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/11/gottes-sitz-im-deutschen-ethikrat/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 19:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=1011</guid>
		<description><![CDATA[Der Deutsche Ethikrat ist nach eigener Definition ein unabhängiger Sachverständigenrat, in dem „unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum vertreten“ sein sollen. Seine Aufgabe definiert er wie folgt.
Der Deutsche Ethikrat verfolgt die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.deutscher-ethikrat.de/">Deutsche Ethikrat</a> ist nach eigener Definition ein unabhängiger Sachverständigenrat, in dem „unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum vertreten“ sein sollen. Seine Aufgabe definiert er wie folgt.</p>
<blockquote><p>Der Deutsche Ethikrat verfolgt die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:</p>
<ol>
<li>Information der Öffentlichkeit und Förderung der Diskussion in der Gesellschaft unter Einbeziehung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen;</li>
<li>Erarbeitung von Stellungnahmen sowie von Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln;</li>
<li>Zusammenarbeit mit nationalen Ethikräten und vergleichbaren Einrichtungen anderer Staaten und internationaler Organisationen.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Der Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die je zur Hälfte von Bundesregierung und Bundestag bestimmt werden. Auf der Website des Ethikrates kann man sich ihre <a href="http://www.deutscher-ethikrat.de/de_der/mitglieder.php">Lebensläufe</a> ansehen; ich habe sie gerade aus Interesse überflogen und Hinweise auf Religion/Weltanschauung der Mitglieder gesucht.</p>
<ol>
<li>Vier Mitglieder sind Theologen</li>
<li>Neun weitere Mitglieder haben in der Vergangenheit Ämter in christlichen Organisationen besetzt oder besetzen sie gegenwärtig</li>
<li>Bei den restlichen dreizehn Mitgliedern fanden sich keine Hinweise auf Religion oder Weltanschauung</li>
</ol>
<p>Bedauerlich, das die Mitglieder keine kurze Beschreibung ihrer Weltanschauung angeben; denn die dürfte bei solchen Amtsträgern besonderes öffentliches Interesse haben. Festzuhalten bleibt, dass die Hälfte der Mitglieder des Deutschen Ethikrates offensichtlich mit christlichen Organisationen verbunden sind und man daher annehmen darf, dass sie persönlich christlichen Glaubens sind. Unter den restlichen Mitgliedern dürfte es ebenfalls Christen geben; nur kann man es ihren Lebensläufen nicht direkt entnehmen. Bei keinem der Mitglieder habe ich beim Überfliegen einen Hinweis auf Mitgliedschaft in einer säkularen Organisation gesehen. Ebenso fand ich keinen Hinweis auf Anhänger nicht-christlicher Religionen.</p>
<p>Seit dem Start der Buskampagne haben nicht wenige Kommentatoren kritisiert, dass säkulare Menschen in Deutschland keinen Grund zum Meckern hätten. Ganz so schnell kann man das offenbar nicht hinnehmen…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/11/gottes-sitz-im-deutschen-ethikrat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwarz-Weiß-Ethik</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/05/schwarz-weis-ethik/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/05/schwarz-weis-ethik/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 20:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=992</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt Meldungen, die will man am liebsten schnell vergessen, wenn man eh schon einen schlechten Tag hatte. Diese hier gehört zweifellos dazu: In Brasilien hat die katholische Kirche ein Mädchen exkommuniziert und verurteilt, weil es Zwillinge abgetrieben hatte. Die Eltern und die beteiligten Ärzte wurden ebenfalls exkommuniziert. Abtreibung ist in Brasilien verboten, außer es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Meldungen, die will man am liebsten schnell vergessen, wenn man eh schon einen schlechten Tag hatte. Diese hier gehört zweifellos dazu: In Brasilien hat die katholische Kirche ein <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,611654,00.html">Mädchen exkommuniziert</a> und <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2009/03/05/2744738.xml">verurteilt</a>, weil es Zwillinge abgetrieben hatte. Die Eltern und die beteiligten Ärzte wurden ebenfalls exkommuniziert. Abtreibung ist in Brasilien verboten, außer es besteht eine medizinische Notwendigkeit.</p>
<p>Das unfassbare: Das Mädchen war 9 Jahre alt. Ihre Zwillinge waren das Ergebnis einer Vergewaltigung durch den Stiefvater. Das Mädchen hätte in diesem Alter die Geburt von Zwillingen wahrscheinlich nicht überlebt. Die katholische Kirche hatte sich vehement gegen die Abtreibung ausgesprochen.</p>
<blockquote><p>Der Rechtsanwalt der als besonders konservativ geltenden Erzdiözese von Olinda und Recife, Marcio Miranda, sagte: &#8220;Wir halten das für Mord. Das Gesetz Gottes lautet: Du sollst nicht töten.&#8221; Nach Worten von Sobrinho bedeutet die Exkommunizierung, dass die Betroffenen nicht mehr am Abendmahl teilnehmen und keine Sakramente empfangen dürften. In die Hölle kämen sie aber nicht automatisch, wenn sie &#8220;rechtzeitig bereuen und um Vergebung bitten&#8221;, sagte der Erzbischof.</p></blockquote>
<p>Ein Wort: Intelligenzallergie.</p>
<p>Man mag jetzt wieder einwenden, dass es sich ja nur um erzkonservative Fundamentalisten handle. Aber muss man dieser Bande nicht zugestehen, dass sie sich auf Kerngebote ihres Gottes beruft? In Europa hätten wir für den Fall dieses Mädchens in der breiten Masse der Christen sicher eine <del>willkürliche Schönwetter-Interpretation</del> „subtilere Auslegung” göttlicher Moral; aber warum soll diese richtiger sein, als die hirnverbrannte, blinde Unmenschlichkeit der Diözese von Olinda und Recife? Wer entscheidet, wo die Grenze zwischen gerechtfertigter und ungerechtfertiger Abtreibung zu ziehen ist?</p>
<p>Etwa die zehn Gebote? Gottes Eingebung? Ach bitte…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/05/schwarz-weis-ethik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sam Harris: Missverständnisse gegenüber dem Atheismus</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/04/sam-harris-missverstandnisse-gegenuber-dem-atheismus/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/04/sam-harris-missverstandnisse-gegenuber-dem-atheismus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 02:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Harris]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=989</guid>
		<description><![CDATA[Sam Harris bringt viele ärgerliche Missverständnisse auf den Punkt.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sam Harris bringt viele ärgerliche Missverständnisse auf den Punkt.</p>
<p><object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/rLIKAyzeIw4" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rLIKAyzeIw4" /></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/03/04/sam-harris-missverstandnisse-gegenuber-dem-atheismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eric Maisel: The Atheist&#8217;s Way</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/20/eric-maisel-the-atheists-way/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/20/eric-maisel-the-atheists-way/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 08:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher, Filme und Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=916</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe mir gerade The Atheist&#8217;s Way von Eric Maisel bestellt. Im Gegensatz zu den meisten Büchern über Atheismus wurde es nicht in erster Linie geschrieben, um Kritik an Religion zu üben, sondern um die Implikationen des Atheismus für das persönliche Leben zu schildern.
Das Buch will zeigen, dass typische Atheisten keine Misanthropen oder Moralanarchisten sind. Es ist natürlich keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-918" src="http://www.rolleyes.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/eric_maisel_the_atheists_way-199x431.jpg" alt="" width="199" height="431" />Ich habe mir gerade <em><a href="http://www.theatheistsway.com/">The Atheist&#8217;s Way</a></em> von Eric Maisel bestellt. Im Gegensatz zu den meisten Büchern über Atheismus wurde es nicht in erster Linie geschrieben, um Kritik an Religion zu üben, sondern um die Implikationen des Atheismus für das persönliche Leben zu schildern.</p>
<p>Das Buch will zeigen, dass typische Atheisten keine Misanthropen oder Moralanarchisten sind. Es ist natürlich keine „Bibel des Atheismus“, denn so etwas wäre <a href="http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/06/ein-atheistisches-gleichnis/">absurd</a>. Natürlich schweben Atheisten aber auch nicht im Vakuum der Sinnlosigkeit. Und viele teilen ähnliche säkulare ethische Prinzipien und Weltansichten. Bücher, die den Atheismus von dieser positiven und freundlichen Seite angehen, sind als Gegenpol zu den vielen Kampfschriften sehr sinnvoll. Nicht nur für halbgläubige Zweifler, sondern auch um Gläubigen ein freundlicheres und ethischeres Image von Ungläubigen zu vermitteln.</p>
<p>Ich bin gespannt. Erste Rezensionen in amerikanischen Blogs waren ganz positiv. Das erste Kapitel kann man übrigens auf Eric Maisels Website <a href="http://www.theatheistsway.com/read_aw.html">probelesen</a>.</p>
<blockquote><p>Living the atheist’s way is more than living without gods, religions, and supernatural enthusiasms—it is much more. It is a way of life that integrates the secular, humanist, scientific, freethinking, skeptical, rationalist, and existential traditions into a complete worldview and rallies that worldview around the banner of atheism, choosing that precise word as its rallying point. It chooses “atheism” as its rallying point to make clear that our best chance of survival is for members of our species to grow into a mature view of self-interest, one where human beings can discuss their conflicting interests without one side betraying the other by playing the god card. That will be a great day, when conflicts can be aired without the god card being played.</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/20/eric-maisel-the-atheists-way/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schuss ins Knie</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/18/schuss-ins-knie/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/18/schuss-ins-knie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 12:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=877</guid>
		<description><![CDATA[Ich frage mich, welches Interesse das christliche Medienmagazin pro an diesem Thema hat. Wirklich. Denn der Artikel ist eigentlich nur ein grandioser Schuss ins eigene Knie. Es geht darum, dass manche Forscher Religion vor evolutionistischem Hintergrund zu erklären versuchen, sie also als Fortpflanzungsvorteil zu verstehen versuchen.
Für den Philosophen Gerhard Schurz von der Universität Düsseldorf hat religiöser Glaube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich, welches Interesse das christliche Medienmagazin <em>pro</em> an diesem <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/themen/gesellschaft/gesellschaft-single/datum/18/02/2009/forscher-atheismus-widerspricht-der-evolution/">Thema</a> hat. Wirklich. Denn der Artikel ist eigentlich nur ein grandioser Schuss ins eigene Knie. Es geht darum, dass manche Forscher Religion vor evolutionistischem Hintergrund zu erklären versuchen, sie also als Fortpflanzungsvorteil zu verstehen versuchen.</p>
<blockquote><p>Für den Philosophen Gerhard Schurz von der Universität Düsseldorf hat religiöser Glaube laut der Tageszeitung schlicht &#8220;einen massiven Placebo-Effekt&#8221;. So wie jemand erfolgreich eine nutzlose Pille gegen einen Schmerz schluckt, weil er nur fest genug an deren Wirkung glaubt, so helfe auch das Vorgaukeln eines Glaubens. </p>
</blockquote>
<p>Was man von diesen Einzelaussagen auch halten mag, angenommen es stimmt, dass religiöse Menschen in westlichen Gesellschaften aufgrund ihrer Religiosität eher einen inneren Seelenfrieden und damit auch ein längeres Leben haben. Will man das als religiöser Mensch wirklich als Pro-Argument für Religion anführen? Wenn ich Christ statt Atheist wäre, würde es mich schon irgendwie stören, darauf einzugehen, dass mein Gott auf eine Placebo-Pille reduziert wird.</p>
<p>Ebenso skurril ist das Anführen solcher Zitate:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn man einige Kinder auf einer Insel aussetzen würde, wo sie alleine aufwüchsen, würden sie an Gott glauben. Im Gegensatz dazu ist Evolution unnatürlich für den menschlichen Verstand&#8221;, sagt Barrett laut einem Bericht der britischen Tageszeitung &#8220;Daily Telegraph&#8221;. Auch die amerikanische Psychologin Deborah Kelemen kommt zu dem Schluss: Kinder sind &#8220;intuitive Theisten&#8221;, geborene Gläubige. </p>
</blockquote>
<p>Da wir aber wissen, dass die Evolution ein wissenschaftliches Faktum und ein theistischer Schöpfer des Lebens Unsinn ist, lässt dieses Zitat den angeblichen kindlichen Theismus als Kinderkram zurück. Ob der Autor von <em>pro</em> sich damit anfreunden kann, dass seine Religion nur Kinderkram ist?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/18/schuss-ins-knie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nicht-Erziehung zur Sexualität</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/05/nicht-erziehung-zur-sexualitat/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/05/nicht-erziehung-zur-sexualitat/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 11:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=697</guid>
		<description><![CDATA[Bei SpON kann man gerade eine lose Aufzählung katholischer und evangelischer Randgruppen in Deutschland finden. An sich liest man dort nichts Neues. Eine Aussage ist mir aber doch aufgefallen.
In den Reihen evangelischer Fundamentalisten gibt es beispielsweise den Homeschooling-Verband, deren Mitglieder es ihren Kindern verbieten, staatliche Schulen zu besuchen &#8211; weil sie sowohl den Sexualkundeunterricht als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei SpON kann man gerade eine <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,605504,00.html">lose Aufzählung</a> katholischer und evangelischer Randgruppen in Deutschland finden. An sich liest man dort nichts Neues. Eine Aussage ist mir aber doch aufgefallen.</p>
<blockquote><p>In den Reihen evangelischer Fundamentalisten gibt es beispielsweise den Homeschooling-Verband, deren Mitglieder es ihren Kindern verbieten, staatliche Schulen zu besuchen &#8211; weil sie sowohl den Sexualkundeunterricht als auch die Evolutionstheorie als atheistisch ablehnen. Sie sind der Ansicht, dass Kinder durch den Aufklärungsunterricht zur sexuellen Betätigung animiert werden.</p>
</blockquote>
<p>Nicht nur Fundamentalisten verunglimpfen sexuelle Freiheit als unmoralisch. Es ist breiter christlicher Konsens, Sex vor der Ehe für unmoralisch zu halten. Diese Ansicht widerspricht zwar nicht automatisch einer aufklärenden Erziehung im Kindesalter, tabuisiert Sexualität aber als etwas, was nur im Rahmen einer Ehe Platz hat. Die Lust auf Sexualität interessiert das natürlich herzlich wenig. Die kommt so oder so.</p>
<p>Moralisten beschwören angesichts jugendlicher Sexualität den Verfall von Werten und Verantwortung; geben ihr die Schuld an ungewollten Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten. Ist die sexuelle Aufklärung daran Schuld? Natürlich nicht. Eher das konkrete Gegenteil: Wenn Sexualität tabuisiert wird, führt das viel eher zu einem unaufgeklärtem „Einfach ausprobieren“-Umgang damit. Der Wunsch nach Sex verschwindet nicht, wenn man ihn unterdrückt. Es führt höchstens zu Schuldgefühlen und Ahnungslosigkeit über Verhütung.</p>
<p>Eine bekannte (aber auch oft methodologisch angegriffene) <a href="http://moses.creighton.edu/JRS/2005/2005-11.html">Studie</a> von Gregory Paul kommt zu dem Schluss</p>
<blockquote><p>In general, higher rates of belief in and worship of a creator correlate with higher rates of homicide, juvenile and early adult mortality, STD infection rates, teen pregnancy, and abortion in the prosperous democracies.</p>
</blockquote>
<p>Wie aussagekräftig die Studie nun auch sein mag: erwzungenes Nicht-Wissen hat noch nie viel gebracht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/02/05/nicht-erziehung-zur-sexualitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bischof Huber kann Pluralismus nicht ertragen</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 09:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Augenrollendes]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Reli]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=603</guid>
		<description><![CDATA[Bischof Huber ist der Ratsvorsitzende des evangelischen Deutschen Kirchenrates und (natürlich) Unterstützer von Pro-Reli. Ich habe letztens geschrieben, warum Pro-Reli nichts anderes ist, als Unterricht mit Scheuklappen und Indoktrination. Die Scheinheiligkeit und Frechheit der angebrachten Argumente bringt Huber in einem Interview mit der Welt unfreiwillig auf den Punkt.
Unter den besonderen Berliner Bedingungen bekam eine Ethik ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bischof Huber ist der Ratsvorsitzende des evangelischen Deutschen Kirchenrates und (natürlich) Unterstützer von Pro-Reli. Ich habe letztens <a href="http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/">geschrieben</a>, warum Pro-Reli nichts anderes ist, als Unterricht mit Scheuklappen und Indoktrination. Die Scheinheiligkeit und Frechheit der angebrachten Argumente bringt Huber in einem <a href="http://www.welt.de/politik/article3066239/Staat-hat-keine-Deutungshoheit-ueber-Religion.html">Interview mit der Welt</a> unfreiwillig auf den Punkt.</p>
<blockquote><p>Unter den besonderen Berliner Bedingungen bekam eine Ethik ohne Gott den Vorrang vor einer Ethik mit Gott. Das reibt sich mit der Religionsfreiheit und der Bedeutung der jüdisch-christlichen Tradition für unsere Kultur. </p>
</blockquote>
<p>Religion ist Privatsache. Umso mehr in einer pluralistischen Gesellschaft. Gerade deswegen ist der Religionsunterricht im bisherigen Berliner Modell ein freiwilliges Zusatzfach neben dem umfassenden und pluralistisch breit gefächerten Ethikunterricht. Pro-Reli ist <strong>gegen</strong> Religionsfreiheit, indem es den Schülern die Notwendigkeit einer Vermittlung breiten Wissens über Ethik und Religion absprechen will. Denn nur dieser kann die Grundlage sein, sich <strong>frei</strong> für eine Weltanschauung zu entscheiden.</p>
<p>Unsere Kultur ist <strong>nicht</strong> allein jüdisch-christlich geprägt, sondern wurde schon immer durch vielfältige und zahlreiche Einflüsse geformt. Die bornierte Verzweiflung, mit der die Kirche immer wieder die besondere Deutungshoheit ihrer Lehre über die ganze europäische Gesellschaft verteidigt, ist in unserer Moderne nicht mehr zu ertragen. Es ist typisch für die verquere Argumentationslogik von Pro-Reli, dass Huber dem Staat hier jene Arroganz vorwirft, die er selbst zur Schau stellt.</p>
<blockquote><p>Der Staat hat kein Recht, die religiösen Inhalte zu definieren. Deshalb kann Ethik kein staatliches Einheitsfach sein, das für sich beansprucht, die jüdisch-christliche Perspektive oder die muslimische zu vertreten.</p>
</blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass der Religionsunterricht im Berliner Modell auf <strong>frewilliger Basis</strong> immer noch im Angebot steht, frage ich mich hier, woher die Kirche das Recht nimmt, die komplette ethische Erziehung von Kindern definieren zu wollen, statt ihnen die Freiheit des Lernens zu zugestehen. Ich akzeptiere nicht, dass alle Schüler bis zur siebten Klasse genügend Lebenserfahrung und Wissen ansammeln können, um ihre Weltanschauung unabhängig wählen zu können. Der meist einseitige Einfluss eines religiösen Elternhauses dürfte das in der Mehrheit kaum ermöglichen.</p>
<p>Die pluralistische, breit angelegte Bildung gehört fest in den schulischen Raum. Dem Wunsch der Kirchen nach konfessioneller Gedankendiktatur in der Schule gehören die Grenzen gezeigt.</p>
<p>Nebenbei: Wer diese Diskussion für eine auf Berlin begrenzte hält, sollte einen Blick in die <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.2/Gesetze/Verfassung_NRW.jsp">Landesverfassung NRWs</a> werfen:</p>
<blockquote><p>Artikel 7: Grundsätze der Erziehung</p>
<p>(1) Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.</p>
</blockquote>
<p>[via <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2009/01/25/staat-hat-keine-deutungshoheit-uber-religion/">Brightsblog</a>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nach Weltanschauung zensierter Unterricht</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 10:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Reli]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=561</guid>
		<description><![CDATA[Der Slogan von Pro-Reli könnte nicht bescheuerter sein. Mit „Freie Wahl für Ethik und Religion“ kämpft die christliche Kampagne gegen das vorhandene Modell des Ethik-Unterrichts an Berliner Schulen, an denen Ethik für jeden Schüler momentan Pflichtfach ist. Konfessioneller Religionsunterricht ist bislang ein zusätzliches und freiwilliges Fach. Pro-Reli fordert, den Ethik-Unterricht zugunsten eines konfessionellen Religionsunterrichts abwählen zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Slogan von <a href="http://www.pro-reli.de/volksbegehren/">Pro-Reli</a> könnte nicht bescheuerter sein. Mit <em>„Freie Wahl für Ethik und Religion“</em> kämpft die christliche Kampagne gegen das vorhandene Modell des Ethik-Unterrichts an Berliner Schulen, an denen Ethik für jeden Schüler momentan Pflichtfach ist. Konfessioneller Religionsunterricht ist bislang ein zusätzliches und freiwilliges Fach. Pro-Reli fordert, den Ethik-Unterricht zugunsten eines konfessionellen Religionsunterrichts abwählen zu können. Wie es ausschaut, <a href="http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E9E8ABB8CC41D4A049BD1F0B0F90D929F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">mit Erfolg</a>.</p>
<p>Pro-Reli begründet seine Forderungen mit einer Reihe von Gehirnverknotungen: Die Wahlmöglichkeit eines Religionsunterrichts sei ein Gebot der <em>Freiheit</em> und eine Maßnahme gegen <em>Bevormundung</em>. Er würde die <em>Toleranz</em> zwischen den Religionen fördern; denn nur so würde man sie alle ernst nehmen. Und nur wer seine eigene Religion kenne, könne andere Religionen verstehen und respektieren. (Hä?)</p>
<p>So missbraucht man die Argumente der Gegner auf perverse Weise für die eigene Sache. Religion ist eine private Angelegenheit. Natürlich sollte jeder frei über seine Weltanschauung entscheiden können. Aber sind Schüler der siebten Klasse kompetent genug, eine solche Entscheidung frei zu treffen? Natürlich nicht. Man kann stark davon ausgehen, dass ein Religionsunterricht in den meisten Fällen auf Entscheidung der Eltern gewählt wird. Den Glauben der Eltern aufkopiert zu bekommen, hat mit Freiheit wenig zu tun. Für echte Freiheit bedarf es eines breiten Wissens, auf dessen Grundlage man entscheiden kann. Und breites Wissen gibt es nur in einem ungebundenen und allgemeinen Ethikunterricht, in dem verschiedene Weltanschauungen dargestellt werden.</p>
<p>Nebenbei: Die Tatsache, dass Schüler schon jetzt einen freiwilligen und zusätzlichen Religionsunterricht wählen können, führt das Freiheitsargument endgültig ad absurdum. Aber scheinbar war das Interesse der Schüler nicht so groß, wie die von Pro-Reli beklagte unterdrückte Freiheit es vermuten ließe.</p>
<p>Das Argument der Toleranz ist absurd: Toleranz fördert man nicht durch Etikettierung und Abschottung von Kindern. Meine alte katholische Grundschule war ein gutes Beispiel dafür: Obwohl eine evangelische Schule direkt angebaut war, hatten beide Schulen eigene Schulhöfe. Man hätte die einzelnen Konfessionen auch gleich mit einem Stacheldrahtzaun abriegeln können. Warum man durch „Wir hier und die dort“ Toleranz fördern solle, entgeht mir völlig. Insbesondere verstehe ich absolut nicht, wie man andere Religionen nur verstehen könne, wenn man seine eigene und nicht alle Religionen kenne.</p>
<p>Pro-Reli stellt Ansprüche, die für jedes andere Fach einfach absurd wären. Was wäre, wenn man alle Fächer nach Weltanschauung und Einstellung auftrennen sollte?</p>
<ul>
<li>Politikunterricht für sozialistische Kinder und liberale Kinder…</li>
<li>Sexualkunde für freie Liebe und eheliche Treue…</li>
<li>Deutschunterricht für Deutsche, Türkischunterricht für Türken…</li>
<li>Sportunterricht für sportliche Kinder, Gesellschaftsspiele für den Rest…</li>
</ul>
<p>Schule sollte <em>echte</em> Wahlfreiheit-Kompetenz vermitteln, nicht indoktrinieren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Humanität ohne Gott?</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/16/humanitat-ohne-gott/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/16/humanitat-ohne-gott/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 00:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Naturalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=488</guid>
		<description><![CDATA[Im Cicero-Magazin stellt dieser Artikel den altbekannten Anspruch auf, dass eine Ethik nur auf religiösem Fundament existieren kann und schmeißt als Beleg mit statistischen Daten um sich. Abgesehen davon, dass auch für die Gegenposition genug statistische Daten existieren, ist festzustellen: Die grundlegenden Fragen werden bei dieser stumpfsinnigen Interpretation einer einzelnen Umfrage nicht diskutiert.

Wer definiert religiöse Werte? Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Cicero-Magazin stellt <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&amp;item=3376">dieser Artikel</a> den altbekannten Anspruch auf, dass eine Ethik nur auf religiösem Fundament existieren kann und schmeißt als Beleg mit statistischen Daten um sich. Abgesehen davon, dass auch für die Gegenposition genug <a href="http://europenews.dk/de/node/17522">statistische Daten</a> existieren, ist festzustellen: Die grundlegenden Fragen werden bei dieser stumpfsinnigen Interpretation einer einzelnen Umfrage nicht diskutiert.</p>
<ol>
<li>Wer definiert religiöse Werte? Von göttlicher Eingebung kann nicht die Rede sein, wenn man sich das teilweise absurde Chaos in den Schriften, den Organisationen und der Geschichte anschaut, durch die Religionen konstituiert werden. Haben unsere Deutschen Schmuse-Christen recht, oder doch eher Fundamentalisten, wie man sie überall auf der Welt findet? Hatten die Christen des Mittelalters recht, oder haben moderne Christen recht? Ist die Vorstellung eines religiösen Konsens von Werten nicht nur eine Illusion, hinter der sich sozial konstruierte Wertvorstellungen befinden, die keiner religiösen Inspiration benötigen?</li>
<li>Soll man sich damit zufrieden geben, dass Ethik hauptsächlich deswegen befolgt wird, weil eine übernatürliche Richterinstanz nach dem Tod mit Sanktionen droht? Sollten Werte nicht deswegen gelten, weil man sie für sinnvoll erachtet? Sollte die Bildung einer aufgeklärten Kultur dieses Denken über Moral nicht generell – losgelöst vom Übernatürlichen – fördern, statt es wie selbstverständlich und aus Tradition religiösen Strömungen zuzusprechen?</li>
</ol>
<p>Die eindimensionale Abfertigung der Debatte um Euthanasie im Artikel z.B. zeigt, wie man einen schwierigen moralischen Sachverhalt durch religiöse Legitimation simplifizieren kann. Leben wird eindimensional und generell als etwas heiliges deklariert. Dass ein Mensch, der schwer leidend z.B. einer degenerativen Nervenkrankheit ausgesetzt ist, sein Leben selbstbestimmt beenden können sollte, scheint in diesem Licht nicht mehr diskussionswürdig zu sein.</p>
<p>Im Endeffekt wirft der Artikel die Frage auf, was wichtiger ist: Die schwierige Suche nach Wahrheit, oder Opium für das Volk. Eine mir sympathische Antwort liefert dieses Video:</p>
<p>
<object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/DaOVPaYf780" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DaOVPaYf780" /></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/16/humanitat-ohne-gott/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Virtuelle Kriegsspiele</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2008/07/23/virtuelle-kriegsspiele/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2008/07/23/virtuelle-kriegsspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 17:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=119</guid>
		<description><![CDATA[Eine entfremdete Wahrnehmung der Realität als Folge virtueller Parallelrealitäten ist ein Thema, das man eigentlich mehr in Verbindung mit Computerspielen, insbesondere mit Darstellungen von Gewalt oder Onlinespielen mit suchtähnlichen Auswirkungen, in Verbindung bringt. Diese Debatten erscheinen mir meist überzogen und plakativ; sie leiden meistens unter dem geringen Fachwissen der Debattanten.
Im Focus, den ich heute während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine entfremdete Wahrnehmung der Realität als Folge virtueller Parallelrealitäten ist ein Thema, das man eigentlich mehr in Verbindung mit Computerspielen, insbesondere mit Darstellungen von Gewalt oder Onlinespielen mit suchtähnlichen Auswirkungen, in Verbindung bringt. Diese Debatten erscheinen mir meist überzogen und plakativ; sie leiden meistens unter dem geringen Fachwissen der Debattanten.</p>
<p>Im Focus, den ich heute während des Trainings durchblättert habe, fand sich eine ganz andere Geschichte von virtuellen Realitäten. Eine, die wirklich beunruhigt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-120" title="MQ-1 Predator" src="http://www.rolleyes.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/mq-1_predator.jpg" alt="" width="180" height="116" />Das Foto zeigt eine Amerikanische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Predator_%28Drohne%29">MQ-1 Predator</a> Kampfdrohne: Ein ferngesteuertes Kampfflugzeug, bewaffnet mit vier Bomben und zwei Bodenrakten; ein Mensch ist nicht an Bord. Ihr Pilot sitzt in der Heimatbasis in „einem klimatisierten Raum, in einem bequemen Sitz“ und steuert die Drohne über Joystick und Bildschirm.</p>
<p>Die Predators werden vom US-Militär in jedem größeren Konflikt eingesetzt. Auch im Irak und in Afghanistan. Sie sind um ein Vielfaches billiger, als herkömmliche Kampfflugzeuge. Und wenn sie abgeschossen werden, verliert kein Pilot sein Leben &#8211; nur das Bild auf seinem Bildschirm.</p>
<p>Der Operator einer Predator berichtet im Focus: Er sei während des Dienstes oft in Gedanken bei anderen Sachen, z.B. bei der Milch, die er für seine Frau noch schnell einkaufen soll. Man fühle sich schon ein wenig wie Gott, wenn man die Menschen unter der Drohne bei ihrer Arbeit beobachten könne. Entdeckt er dabei einen Partisanen beim Aufbauen eines Geschützes, wird dieser einige Sekunden später per Knopfdruck von einer Hellfire-Rakte ausgelöscht. Während der Pilot sicher und bequem in seinem Büro sitzt.</p>
<p>Es stellt sich automatisch die Frage, ob hier die Wahrnehmung des Tötens noch ungefiltert beim Täter ankommt, wenn dieser halb losgelöst vom eigentlichen Geschehen und ohne Gefahr für sich selbst die Tat nur über einen Monitor verfolgen kann &#8211; ohne direkt mit seiner Tat und den Folgen konfrontiert zu werden. Ich kann mir kaum vorstellen, wie die Hemmschwelle zum Töten durch diese Abstraktion des Krieges nicht sinken solle.</p>
<p>Ein Pilot, der über seine Einkaufsliste nachdenkt, während er nebenbei den Boden nach Zielen absucht, ist zumindest keine schöne Vorstellung.</p>
<p>Fest steht, dass die virtuelle Kriegsführung die herkömmliche Kriegsführung immer weiter ersetzten wird &#8211; und wir Informatiker direkt oder indirekt unseren Beitrag dazu leisten. Eine recht unbequeme Vorstellung. Vor allem weil die Gegner der Drohnen keine weiteren Drohnen, sondern Menschen sind.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2008/07/23/virtuelle-kriegsspiele/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
