Mac OS X

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Usenet und Mac OS X

2. Januar 2009

Mir fehlt seit ich Mac OS X benutze ein moderner Usenet Client. Scheinbar gibt es leider nicht viel Interesse an einem Programm, mit dem sich der eigentliche Zweck des Usenet – das Diskutieren – verfolgen lässt; der Einäugige unter den Blinden heißt nämlich Unison und ist auf das Suchen und Laden von Binarys hin optimiert, statt auf das Lesen und Schreiben von Posts.

Die restlichen Programme sind leider alle uralt und haben ihre Wurzeln noch in der Mac OS Classic Ära. MacSoup z.B. ist ein bekannter Vertreter.

Ein vielversprechendes Projekt ist NemoX. Leider krankt das Programm seit zwei Jahren an Instabilität, ist nach mehreren Anläufen der Reimplementation im Moment zu sehr alpha, um benutzt werden zu können und für meinen Geschmack auch noch etwas unübersichtlich. Der Autor verspricht eine stabile Endversion in der ersten Hälfte 2009.

Das Usenet hat im letzten Jahrzehnt stetig User an die Webforen verloren, bzw. nicht vom Zuwachs der allgemeinen Internet-User profitieren können. In de.* sind viele Newsgroups nur noch staubfänger, während es zahlreiche Webforen zum gleichen Thema gibt. Schade, denn Diskutieren über eine eigene Software ist weitaus bequemer, als über eine Website.


Ruby, Rails und PostgreSQL für Mac OS X 10.5 Leopard

17. Juli 2008

Mac OS X 10.5 bringt Ruby 1.8.6 und viele Gems wie Rails und Mongrel von sich aus mit. Bevor man loslegt, sollte man sie nur schnell updaten:

sudo gem update --system
sudo gem update

Als SQL-Datenbank bietet die Installation von 10.5 SQLite an. Wer ein anderes DBMS verwenden will, z.B. so wie ich PostgreSQL, kann sich das mit Hilfe von MacPorts besorgen. MacPorts ist ein Paketmanager für Open-Source-Software für Mac OS X, der die Funktion von Port für BSD nachbildet. Neben MacPorts benötigt man noch Apples Developer Tools, damit MacPorts die runtergeladenen Software-Quellcodes auch kompilieren kann.

MacPorts installiert sich selbst und alle Pakete nach /opt/local/. Deshalb sollte man seine PATH-Variable entsprechend anpassen. Eigentlich sollte MacPorts Installer das automatisch tun, aber MacPorts 1.6.0 hat das bei mir anscheinend versäumt. Folgende zusätzliche Zeilen in /etc/profile schaffen Abhilfe:

export PATH=/opt/local/bin:/opt/local/sbin:$PATH
export MANPATH=/opt/local/share/man:$MANPATH

Anschließend kann man PostgerSQL und das grafische Admintool pgAdmin mit einem Befehl installieren:

sudo port install postgresql83 postgresql83-server pgAdmin3

Achtet auf die Hinweise am Ende der Installation, um PostgreSQL zu starten und erste Datenbanken anzulegen

Abschließend müssen wir noch das Ruby Postgres Gem installieren. Hierbei ist es wichtig, dem Gem-Installer die Pfade zu den Headern unserer PostgreSQL-Installation in /opt/local/ zu geben.

sudo env ARCHFLAGS="-arch i386"
sudo gem install postgres -- \
  --with-pgsql-lib=/opt/local/lib/postgresql83 \
  --with-pgsql-include=/opt/local/include/postgresql83

Und das war es auch schon.


Mental Case – Nürnberger Trichter for the rest of us

16. Juli 2008

Ich vergesse oft Sachen, die mir für eine Minute durch den Kopf gehen und die ich eigentlich gerne im Gedächtnis behalten würde: Ein interessanter Gedanke beim Lesen eines Textes, eine praktische Vokabel für eine Fremdsprache oder auch einer von vielen Wissenshäppchen beim Vorbereiten eines Buches für eine Prüfung. Leider vergisst das Kurzzeitgedächtnis so etwas schnell. Wie kann man solche Gedanken binden? Mental Case ist eine Anwendung, die genau das verspricht.

Eigentlich ist es nur eine Implementierung von Karteikarten für den Mac. Aber eine sehr schön gemachte. Per Shortcut kann man jederzeit ein Popup-Fenster öffnen und eine neue Karteikarte anlegen.

Man kann die virtuelle Vorder- und Rückseite der Karte beschreiben, wenn man eine Frage-Antwort-Karte zum Lernen haben will, oder auch nur die Vorderseite, wenn man allgemein Wissen festhalten will. Man kann Texte und Bilder einfügen, wobei Mental Case auch Screenshot-Karteikarten mit einem Knopfdruck – z.B. um schnell einen Ausschnitt aus einem PDF hinzuzufügen – oder eine Aufnahme der iSight – um z.B. ein gerade gefundenes Bild in einem Buch einzubinden - ermöglicht.

Diese Karteikarten werden auf Wunsch ab der Erstellung in einem konfigurierbaren zeitlichen Zyklus immer wieder als “zum Lernen anstehend” markiert. Im Dock erscheint die aktuelle Anzahl solcher Karteikarten. Ein Klick auf das Dock startet eine hübsche, keynote-artige Präsentation, die einem alle Karteikarten vorspielt. So kann man sich z.B. in regelmäßigen Abständen die Karteikarten seiner Lerninhalte anzeigen lassen, bis man sie im eigenen Kopf sicher gespeichert hat.

Gerade an Tagen, wo das Gedächtnis protestiert, weil man sich eigentlich lieber mit anderem beschäftigen wollen würde, ist das eine prima Stütze.


Smultron Icons

16. Juli 2008

Smultron ist ein prima Freeware-Editor für Mac OS X. Leider ist Smultrons Icon einer roten Erdbeere einfach nur so scheußlich, dass man es sich nicht ins Dock ziehen will. Gut, dass es Ersatz gibt.