<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>*rolleyes* &#187; Pro-Reli</title>
	<atom:link href="http://www.rolleyes.de/blog/tag/pro-reli/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rolleyes.de/blog</link>
	<description>I just can't believe it…</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 May 2010 17:50:20 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Bischof Huber kann Pluralismus nicht ertragen</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 09:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Augenrollendes]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Reli]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=603</guid>
		<description><![CDATA[Bischof Huber ist der Ratsvorsitzende des evangelischen Deutschen Kirchenrates und (natürlich) Unterstützer von Pro-Reli. Ich habe letztens geschrieben, warum Pro-Reli nichts anderes ist, als Unterricht mit Scheuklappen und Indoktrination. Die Scheinheiligkeit und Frechheit der angebrachten Argumente bringt Huber in einem Interview mit der Welt unfreiwillig auf den Punkt.
Unter den besonderen Berliner Bedingungen bekam eine Ethik ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bischof Huber ist der Ratsvorsitzende des evangelischen Deutschen Kirchenrates und (natürlich) Unterstützer von Pro-Reli. Ich habe letztens <a href="http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/">geschrieben</a>, warum Pro-Reli nichts anderes ist, als Unterricht mit Scheuklappen und Indoktrination. Die Scheinheiligkeit und Frechheit der angebrachten Argumente bringt Huber in einem <a href="http://www.welt.de/politik/article3066239/Staat-hat-keine-Deutungshoheit-ueber-Religion.html">Interview mit der Welt</a> unfreiwillig auf den Punkt.</p>
<blockquote><p>Unter den besonderen Berliner Bedingungen bekam eine Ethik ohne Gott den Vorrang vor einer Ethik mit Gott. Das reibt sich mit der Religionsfreiheit und der Bedeutung der jüdisch-christlichen Tradition für unsere Kultur. </p>
</blockquote>
<p>Religion ist Privatsache. Umso mehr in einer pluralistischen Gesellschaft. Gerade deswegen ist der Religionsunterricht im bisherigen Berliner Modell ein freiwilliges Zusatzfach neben dem umfassenden und pluralistisch breit gefächerten Ethikunterricht. Pro-Reli ist <strong>gegen</strong> Religionsfreiheit, indem es den Schülern die Notwendigkeit einer Vermittlung breiten Wissens über Ethik und Religion absprechen will. Denn nur dieser kann die Grundlage sein, sich <strong>frei</strong> für eine Weltanschauung zu entscheiden.</p>
<p>Unsere Kultur ist <strong>nicht</strong> allein jüdisch-christlich geprägt, sondern wurde schon immer durch vielfältige und zahlreiche Einflüsse geformt. Die bornierte Verzweiflung, mit der die Kirche immer wieder die besondere Deutungshoheit ihrer Lehre über die ganze europäische Gesellschaft verteidigt, ist in unserer Moderne nicht mehr zu ertragen. Es ist typisch für die verquere Argumentationslogik von Pro-Reli, dass Huber dem Staat hier jene Arroganz vorwirft, die er selbst zur Schau stellt.</p>
<blockquote><p>Der Staat hat kein Recht, die religiösen Inhalte zu definieren. Deshalb kann Ethik kein staatliches Einheitsfach sein, das für sich beansprucht, die jüdisch-christliche Perspektive oder die muslimische zu vertreten.</p>
</blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass der Religionsunterricht im Berliner Modell auf <strong>frewilliger Basis</strong> immer noch im Angebot steht, frage ich mich hier, woher die Kirche das Recht nimmt, die komplette ethische Erziehung von Kindern definieren zu wollen, statt ihnen die Freiheit des Lernens zu zugestehen. Ich akzeptiere nicht, dass alle Schüler bis zur siebten Klasse genügend Lebenserfahrung und Wissen ansammeln können, um ihre Weltanschauung unabhängig wählen zu können. Der meist einseitige Einfluss eines religiösen Elternhauses dürfte das in der Mehrheit kaum ermöglichen.</p>
<p>Die pluralistische, breit angelegte Bildung gehört fest in den schulischen Raum. Dem Wunsch der Kirchen nach konfessioneller Gedankendiktatur in der Schule gehören die Grenzen gezeigt.</p>
<p>Nebenbei: Wer diese Diskussion für eine auf Berlin begrenzte hält, sollte einen Blick in die <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.2/Gesetze/Verfassung_NRW.jsp">Landesverfassung NRWs</a> werfen:</p>
<blockquote><p>Artikel 7: Grundsätze der Erziehung</p>
<p>(1) Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.</p>
</blockquote>
<p>[via <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2009/01/25/staat-hat-keine-deutungshoheit-uber-religion/">Brightsblog</a>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/25/bischof-huber-kann-pluralismus-nicht-ertragen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nach Weltanschauung zensierter Unterricht</title>
		<link>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/</link>
		<comments>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 10:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Reli]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolleyes.de/blog/?p=561</guid>
		<description><![CDATA[Der Slogan von Pro-Reli könnte nicht bescheuerter sein. Mit „Freie Wahl für Ethik und Religion“ kämpft die christliche Kampagne gegen das vorhandene Modell des Ethik-Unterrichts an Berliner Schulen, an denen Ethik für jeden Schüler momentan Pflichtfach ist. Konfessioneller Religionsunterricht ist bislang ein zusätzliches und freiwilliges Fach. Pro-Reli fordert, den Ethik-Unterricht zugunsten eines konfessionellen Religionsunterrichts abwählen zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Slogan von <a href="http://www.pro-reli.de/volksbegehren/">Pro-Reli</a> könnte nicht bescheuerter sein. Mit <em>„Freie Wahl für Ethik und Religion“</em> kämpft die christliche Kampagne gegen das vorhandene Modell des Ethik-Unterrichts an Berliner Schulen, an denen Ethik für jeden Schüler momentan Pflichtfach ist. Konfessioneller Religionsunterricht ist bislang ein zusätzliches und freiwilliges Fach. Pro-Reli fordert, den Ethik-Unterricht zugunsten eines konfessionellen Religionsunterrichts abwählen zu können. Wie es ausschaut, <a href="http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E9E8ABB8CC41D4A049BD1F0B0F90D929F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">mit Erfolg</a>.</p>
<p>Pro-Reli begründet seine Forderungen mit einer Reihe von Gehirnverknotungen: Die Wahlmöglichkeit eines Religionsunterrichts sei ein Gebot der <em>Freiheit</em> und eine Maßnahme gegen <em>Bevormundung</em>. Er würde die <em>Toleranz</em> zwischen den Religionen fördern; denn nur so würde man sie alle ernst nehmen. Und nur wer seine eigene Religion kenne, könne andere Religionen verstehen und respektieren. (Hä?)</p>
<p>So missbraucht man die Argumente der Gegner auf perverse Weise für die eigene Sache. Religion ist eine private Angelegenheit. Natürlich sollte jeder frei über seine Weltanschauung entscheiden können. Aber sind Schüler der siebten Klasse kompetent genug, eine solche Entscheidung frei zu treffen? Natürlich nicht. Man kann stark davon ausgehen, dass ein Religionsunterricht in den meisten Fällen auf Entscheidung der Eltern gewählt wird. Den Glauben der Eltern aufkopiert zu bekommen, hat mit Freiheit wenig zu tun. Für echte Freiheit bedarf es eines breiten Wissens, auf dessen Grundlage man entscheiden kann. Und breites Wissen gibt es nur in einem ungebundenen und allgemeinen Ethikunterricht, in dem verschiedene Weltanschauungen dargestellt werden.</p>
<p>Nebenbei: Die Tatsache, dass Schüler schon jetzt einen freiwilligen und zusätzlichen Religionsunterricht wählen können, führt das Freiheitsargument endgültig ad absurdum. Aber scheinbar war das Interesse der Schüler nicht so groß, wie die von Pro-Reli beklagte unterdrückte Freiheit es vermuten ließe.</p>
<p>Das Argument der Toleranz ist absurd: Toleranz fördert man nicht durch Etikettierung und Abschottung von Kindern. Meine alte katholische Grundschule war ein gutes Beispiel dafür: Obwohl eine evangelische Schule direkt angebaut war, hatten beide Schulen eigene Schulhöfe. Man hätte die einzelnen Konfessionen auch gleich mit einem Stacheldrahtzaun abriegeln können. Warum man durch „Wir hier und die dort“ Toleranz fördern solle, entgeht mir völlig. Insbesondere verstehe ich absolut nicht, wie man andere Religionen nur verstehen könne, wenn man seine eigene und nicht alle Religionen kenne.</p>
<p>Pro-Reli stellt Ansprüche, die für jedes andere Fach einfach absurd wären. Was wäre, wenn man alle Fächer nach Weltanschauung und Einstellung auftrennen sollte?</p>
<ul>
<li>Politikunterricht für sozialistische Kinder und liberale Kinder…</li>
<li>Sexualkunde für freie Liebe und eheliche Treue…</li>
<li>Deutschunterricht für Deutsche, Türkischunterricht für Türken…</li>
<li>Sportunterricht für sportliche Kinder, Gesellschaftsspiele für den Rest…</li>
</ul>
<p>Schule sollte <em>echte</em> Wahlfreiheit-Kompetenz vermitteln, nicht indoktrinieren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolleyes.de/blog/2009/01/22/nach-weltanschauung-zensierter-unterricht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
